Dzama Vieux 10 Jahre

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Moderator: casaBARcardi

Dzama Vieux 10 Jahre

Beitragvon DunklesKaramell » 1. Mär 2013, 13:05

Liebe Bordmannschaft!


Ihr seht schon, DK hat ma ein paar Tage frei und dementsprechend häufen sich auch die verfassten Tastings wieder ein bisschen mehr. Ich habe mir gestern Abend mal den Dzama Vieux von Madagaskar hinter die Binde gekippt, laut Aussage von rumcompany einer der Lieblingsr(h)ums eines der beschäftigten Fritzen da, Rhum Industriel, wie ich jetzt erfahren habe, und nicht etwa Agricole, aber wie heißt es doch so schön? Stinkmorchel, wie es auch hieße, würde bestialisch stinken.....-will sagen: Fusel bleibt Fusel-... :lol: Ihr ahnt es schon, das wird ein Verriß, warum? Lest selbst:

Nase: Was ist das denn?????? Nutella mit Sägespänen. Ich schnuppere und schnuppere, manchmal riche ich einen Hauch Banane, etwas Pumpernickel, aber im Wesentlichen ist es Nutella mit Sägespänen. Anfangs fand ich das gar nicht so schlecht, schön schokoladig, und ich stehe auf Schokolade im R(h)um, aber je länger ich mich mit diesem Rhum beschäftigt habe, desto mehr hat es mich genervt, besonders, nachdem ich ihn probiert hatte und das Zusammenspiel zwischen Geschmack und Geruch hatte, von 7 auf 6 und schließlich auf 5/10 Punkten herunterkorrigiert. Meine Freundin roch Schokolade, Vanille und Haselnüsse und wertete mit ebenfalls 5/10.

Geschmack: Starke, etwas bittere, am Gaumen scharfe Haselnuss, ich weiß nicht, was die da angestellt haben, mit dem verwendeten Holz stimmt etwas nicht, entweder die verwenden frische Holzfässer, oder Holzchips, jedenfalls schockiert mich nach nur 10 Jahren im Fass ein solcher Holzgeschmack, aufdringlich und bitter, zusammen mit der Schärfe echt kein gustatorischer Hinkucker :scep: , ich gebe geschmacklich 3/10

Abgang: Am Gaumen ist er am nervigsten, Schärfe alkoholischer Art vermengt sich mit unangebrachten Bitternoten, furchtbar, noch 2 Punkte von 10. :ekel:

Aftertaste: Leicht ölig, etwas Süße, Milchkaffee mit Nussaroma, nach dem Trauma dieses Abgangs fast schon eine Offenbarung, 4/10 Pukten

Trocknendes Glas: fein ölig, süß, Karamell, Nuss, Zimt, das Beste, was dieser Rhum zu bieten hat, 6/10 Punkten


Fazit: Furchtbares Zeug, ein Drittel des damals von rumcompany erworbenen Samples steht noch da, wenn´s einen interessiert, dann gebe ich das gerne mal als kostenlose Zugabe irgendwo dazu, ICH trinke das jedenfalls nie wieder, 20 von 50 Punkten zeigen zwar schon, wo dieser Rhum hinführt, aber ich persönlich trinke den nicht mal mehr für Geld, näh, also wie sich ein Unternehmen ( das noch dazu manchmal so leckere Sachen zustande bringt, wie den Coccorange ) hinstellen kann und sagen kann, hier: das ist der Herr Meier, Herr Meier tut den ganzen Tag nix außer am Rum "rumprobieren", und der Herr Meier findet den besonders gut, hallo????...Herr Meier steht also auf was genau??.....Bitteres, Scharfes, Sägespähne??? Lieblingsrum??? :irre: Meine Freundin ( auf die ist bei Negatvurteilen Verlass :D ) wertetet mit ähnlich vernichtenden Noten, ihr schmeckte der Aftertaste mit 3 Punkten noch miserabler als mir, und sie schmeckte saure und ranzige Haselnüsse an Zunge und Gaumen.......... :ekel:

Fasswertung ( und die sieht für diesen Mist eigentlich fast noch geschmeichelt aus ): :fass: :fass: :fass2: :fass2: :fass2: :fass2:
Zuletzt geändert von DunklesKaramell am 1. Mär 2013, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dzama Vieux 10 Jahre - Tasting Notes

Beitragvon Cohidor » 1. Mär 2013, 13:21

netter verriss :lol:

ich kenne herrn zimmermann, den "Fritzen" von RC ein wenig, er hat eigentlich wirklich ahnung vom fach und blendet selbst wunderbare rums. leider werden bei RC in der tat zu oft produkte als "mein lieblingsrum" beworben.
ich denke, es geht eher darum den umsatz anzukurbeln als den rum an sich besonders gut zu finden. abgesehen davon hat halt jeder einen anderen geschmack. sah man ja am "blindtasting", einige bestellten sich eine flasche davon, andere fanden den eher "suboptimal".

deine wertung legt auch den verdacht nahe, daß es wieder ein "kunst-rum" sein könnte, der auf künstliche aromen, holzchips und farbstoff basiert. ich fürchte wir werden immer öfters sowas zu schmecken bekommen, ähnlich wie beim wein.

vielleicht findet jemand fakten raus, ich bin der sprache der homepage nicht mächtig:
http://www.dzama.mg
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Re: Dzama Vieux 10 Jahre - Tasting Notes

Beitragvon Philipp » 1. Mär 2013, 13:29

Super Tasting Note - gerne gelesen! Danke :)
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Re: Dzama Vieux 10 Jahre - Tasting Notes

Beitragvon War Starter » 1. Mär 2013, 17:10

Jetzt kipp dir nicht ständig dieses garstige Franzosengesöff hinet die Binde und schreib mal ein paar Worte zum Port Morant. Nee, Spass beiseite, schon schön zu lesen. Tja, warscheinlich frische Fässer. Oder gefuckelt, was auch immer. Wenn ich das mit deinem Review zum Bally vergleiche muss ich schaudern. Der war ja schon grenzwertig. Da kann man gleich an einem Stück Holz lutschen.
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Re: Dzama Vieux 10 Jahre - Tasting Notes

Beitragvon Winterland » 1. Mär 2013, 19:31

Wenn der 10 Jahre in europäischer Eicher (und dann evtl. auch noch in neuen Fässern??) gelagert wurde, dann hat er natürlich einen besonderen Holzgeschmack, der von einer Lagerung in Weisseich deutlich abweicht.

Viele Grüße

Winterland
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Re: Dzama Vieux 10 Jahre - Tasting Notes

Beitragvon Käpt'n » 1. Mär 2013, 21:16

...ist sicher nicht mein Lieblingsrum - aber ich mag das Zeug. :pirate_ugly:
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Re: Dzama Vieux 10 Jahre - Tasting Notes

Beitragvon DunklesKaramell » 2. Mär 2013, 13:48

...........Herr Zimmermann.......sind Sie das??????? :eek:
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Re: Dzama Vieux 10 Jahre - Tasting Notes

Beitragvon Käpt'n » 3. Mär 2013, 11:38

...Eduard? :D
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Re: [Tasting-Notes] Dzama Vieux 10 Jahre

Beitragvon Phadrix » 22. Apr 2013, 09:59

Puh, Glück gehabt. War drauf und dran mir den zu ordern und dann habe ich diese Notiz gesehen. :eek:
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