A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

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Moderator: casaBARcardi

A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Susmiel » 10. Nov 2012, 16:37

Hallo Gemeinde,

hier will ich Euch meinen derzeitigen Liebling kurz vorstellen :


Artikel: Monymusk Rum 1986 A.D. Rattray
Land: Jamaika
Destille: Monymusk
Abfüller: A.D. Rattray
Alter: 25 Jahre
Destilliert: 08.06.1986
Abgefüllt: 28.09.2011
Fass: Barrel No. 10
Alkohol: 46 Vol.%
Farbe: Intensiv golden / nicht gefärbt und gefiltert !
Gesamtflaschenzahl: 295

Im Web gibt es auch einige Beschreibungen - aber hier nun meine Eindrücke:

Auge : sehr schöne helle gelbgold Töne, lange feine ölige Schlieren mit grünen Reflexen am Glasrand

Nase : Jamaika-Ester, blumig (Blumen), ein Geruch wie: nach dem man eine mit Honig bestrichene Banane in einer heissen Pfanne herumgejagt hat ( fein, nicht zu süss) etwas alkoh. Schärfe und eigentlich keine Holznoten ( Nuss konnte ich nicht riechen... )

-> Nachtrag : Holztöne kommen erst nach ca 15min hervor...

Mund : leichte Schärfe, meine liebe Honigbanane, auch wieder ( wenig ) süsslich und blumig, trocken und ganz leicht pelzig in der Backe ( 46% ? ), leichte Holznoten

Abgang: trocken, lang und immer noch meine liebe HB

---> Es lohnt sich, das Glas etwas voller zu machen, und mit viel Geduld immer wieder zu riechen, schmecken, trinken - je länger und wärmer im Glas, desto mehr Leckererness...

---> nach Hinzugabe von etwas Stillem Wasser: noch intensivere Düfte nach Blumen, Gräsern und HB ( meine Tochter riecht auch Zitrone - ich nicht :-( ). Im Mund ist die Schärfe und das Pelzige verschwunden, mehr Holz und das andere wie bisher.

Für mich eine klare :fass: :fass: :fass: :fass: :fass: :fass:

Ein toller leckerer Rum - hab' mir grad noch 'ne Flasche bestellt

Grüssle
Zuletzt geändert von Susmiel am 7. Mär 2013, 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon airprib » 10. Nov 2012, 18:29

Den hab ich mir auch gegönnt. Echte Granate !!!
Konnte ich auf Helgoland probieren und mußte dann auch sofort die Buddel einpacken. :D

Die Geschmacksbeschreibung trifft es sehr gut.
Der frühe Vogel kann mich mal .
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Cosmo » 7. Apr 2013, 20:19

Wow. Großartiges Zeug! Die Flasche stand jetzt echt schon viel zu lange ungeöffnet in meinem Schränkchen. Gestern habe ich mich dann zusammen genommen und sie endlich geköpft :D
Susmiels eindrücke kann ich nur bestätigen. Das Zeug schmeckt, als bekäme man an einem heißen Sommertag eine leicht überreife, fein gezuckerte Banane mit einer alten Bugdiele energisch ins Gesicht gedroschen!
Absolut geil! :D

:fass: :fass: :fass: :fass: :fass: :fass: !
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon phil-hh » 21. Apr 2013, 13:25

Habe gestern Abend mit Phadrix den Rattray getastet. Hier meine/unsere Eindrücke, die leider ganz und gar nicht positiv waren.

Geruch: sprittig, Ester, geht irgendwie in Richtung Klebstoff :mute:

Geschmack:Sehr scharf! Rauch, Torf, Ester kommt wieder durch, zum Schluss minimal Ananas aber das wars dann :down:

Aftertaste: kurzer Abgang, brennt nach

Wo ist die Honigbanane? Wer hat mir die geklaut? ;) Ich schmecke leider keine :scep:

Meine Bewertung nach Fässern:
:fass: :leer: :leer: :leer: :leer: :leer:

Damit bleibe ich wohl erstmal auf der Schiene der Süßrums :D Das war wirklich nicht mein Ding. Die 4cl, die ich noch habe, werde ich wohl erst wieder nächstes Jahr tasten. Vielleicht hat sich bis dahin mein Geschmackssinn gewandelt.
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Phadrix » 21. Apr 2013, 13:39

Kann ich nur bestätigen. Die Banane ist leider verschollen und der Rest war äh suboptimal ;)
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Susmiel » 21. Apr 2013, 18:14

Das tut mir leid für Euch - ist aber nicht normal !?

- Eigene Flasche oder Sample ?

- Hatte der Rum genügend Zeit sich zu entfalten...?
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Cosmo » 21. Apr 2013, 19:10

Was nur ein Fass? :O Also für mich ist der perfekt :) Hab' sogar gleich nochmal ne Flasche bestellt, was bei mir nicht oft vorkommt.
Ich glaube man muss das aber auch einfach mögen, ist man eher "Süßrum" zugeneigt, kann ich mir gut vorstellen, dass der Rattray nicht so sehr begeistern kann.
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon War Starter » 21. Apr 2013, 19:21

Tja, Geschmäcker sind halt verschieden. Ihr hättet es vieleicht erstmal mit Massenmarktjamaikaners (Appleton, Coruba) versuchen sollen. Das war ja ein ziemlich harter Sprung, den ihr euch da angetan habt. Wobei, wer nicht auf Kleber/Terpentin/Benzin kann, ist möglicherweise tatsächlich an der falschen Adresse.

Btw. was kost der Spass eigentlich? Und kann mir jemand einen Händler empfelhen, falls er noch zu kriegen sein sollte?
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon TigaLina » 21. Apr 2013, 19:31

Das ist eben unverfälschter, echter Rum. Daran gewöhnt einen der Markt leider nicht gerade. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieser Rum einen dadurch erstmal überrascht und vllt. auch überfordert. Zudem ist Jamaica, zusammen mit Barbados, Guyana und Martinique, wohl die Insel/Region mit den wahrscheinlich aromatischsten R(h)ums der Welt, was es für Einsteiger nicht einfacher macht. Vor allem Jamaicaner warten mit einem sehr hohen Esteranteil auf (dieser dürfte wohl ein Wedderburn Destillat sein). Für Monymusk sind eigentlich mittlere Körper charakteristisch, dieser hier hat aber schon einen eher schweren Körper und eigentlich mehr mit Long Pond gemein als mit Monymusk.

Lässt man den Preis einmal außer Acht, ist dies schon ein wirklich großer Rum! Bezieht man den Preis mit ein, ist das einer der krassesten PLV-Knaller aller Zeiten und ein Wunder, dass er noch nicht ausverkauft ist. Eine 25 jährige Einzelfassabfüllung aus Jamaica für 65 Euro ist einzigartig! Ich habe mich damals ebenfalls eingedeckt und 2 Flaschen gekauft.
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon phil-hh » 22. Apr 2013, 00:36

@Susmiel
Das war ein Sample von Cosmo.
Wir hatten uns ca. 20-30 Minuten für das Tasting Zeit genommen. Wenn einem ein Rum in der ersten Minute überhaupt nicht gefällt, dann wird der wohl in einer Stunde auch nicht besonders gefallen.

@War Starter
Ja, das war vielleicht ein zu großer Sprung. Ich kann Stand heute dem Rum leider nichts abgewinnen. Einzig an Erfahrung habe ich gewonnen.

@TigaLina
Ja, der Ester ist so eine Sache. Wir haben erstmal lange versucht heraus zu finden was das für ein neuer Geruch/Geschmack ist. Bis wir dann auf Ester kamen.

4cl habe ich noch von dem Rattray und werde diese auch erstmal nicht tasten. Vielleicht kann ich im nächsten Jahr mehr dazu sagen.
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Susmiel » 22. Apr 2013, 13:40

[quote="phil-hh"]@Susmiel
Das war ein Sample von Cosmo.
Wir hatten uns ca. 20-30 Minuten für das Tasting Zeit genommen. Wenn einem ein Rum in der ersten Minute überhaupt nicht gefällt, dann wird der wohl in einer Stunde auch nicht besonders gefallen.

...es ist bei fast allen alten Rums so, dass sie einige Zeit im Glas (hier ist ein Tumbler / Cognac-Schwenker zu empfehlen) benötigen (manches Mal mehrere 10 Minuten) bis alle (?) Aromen freigesetzt werden können - nach einer Minute läßt sich solch ein Rum leider noch nicht voll erschließen...

Aber wie schon geschrieben: die Geschmäcker sind natürlich auch nicht vergleichgar, bzw. bei jedem anders ausgeprägt und angelegt - es lebe die Vielfalt !! :up:

Schön, daß Du noch ein Sample über hast - freu Dich in 12 Monaten nochmal drauf :D
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon DunklesKaramell » 22. Apr 2013, 16:39

.......also Appleton ist nicht unbedingt DER geile Jamaica-Einsteiger, ich bin das lebendige Beispiel, gestern habe ich den LPS Jamaica Rum Long Pond Estate 1993 3rd release 18yo 53Vol% probiert, pur, und ich fand den richtig gut, während ich dem Appleton 21 selbst bei einer Belüftung über Nachmittage nix abgewinnen konnte, und susmiel meinte auch mal, das sei ja auch kein richtiger Jamaicaner, ich hoffe, er hat da recht :D . Das mit dem Cognacschwenker kann ich übrigens nur bestätigen, hocharomatische Rums kommen um Längen besser im Schwenker, während manch ein Süßrum darin nur noch "bebbig"- süß ist :lol: .
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Philipp » 22. Apr 2013, 17:29

DunklesKaramell hat geschrieben:.......also Appleton ist nicht unbedingt DER geile Jamaica-Einsteiger, ich bin das lebendige Beispiel, gestern habe ich den LPS Jamaica Rum Long Pond Estate 1993 3rd release 18yo 53Vol% probiert, pur, und ich fand den richtig gut, während ich dem Appleton 21 selbst bei einer Belüftung über Nachmittage nix abgewinnen konnte, und susmiel meinte auch mal, das sei ja auch kein richtiger Jamaicaner, ich hoffe, er hat da recht :D . Das mit dem Cognacschwenker kann ich übrigens nur bestätigen, hocharomatische Rums kommen um Längen besser im Schwenker, während manch ein Süßrum darin nur noch "bebbig"- süß ist :lol: .


Also ob der Appleton ein echter Jamaikaner ist - keine Ahnung. Das kann sicher ein Rum-Freak (im positiven Sinne - was sonnst :) ) Tigalina beantworten. Ich kann allerdings von mir sagen, dass ich den 12er Appleton super finde :)
Das mit dem Glas hatten wir ja schon und waren uns einig :)
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon TigaLina » 22. Apr 2013, 18:37

phil-hh hat geschrieben:Wenn einem ein Rum in der ersten Minute überhaupt nicht gefällt, dann wird der wohl in einer Stunde auch nicht besonders gefallen.


Ich muss deutlich widersprechen!

Ironischerweise hatte ich mein Extrem-Erlebnis dieser Art bei einem Monymusk Rum (Bristol Monymusk 25 YO (1976-2002)). Beim ersten Tasten fiel der Rum quasi durch. Ein Hauch von nichts guckte mich aus dem Glas an. Danke, der nächste bitte. Nach ner Stunde, das Glas hatte ich in der Zeit weg gestellt, wollte ich das Glas dann in die Küche in Richtung Ausguß bringen. Auf einmal hatte ich Rum in der Nase. Ich dachte, das wird doch wohl nicht das Glas hier sein?! Doch, es war das Glas und der Rum ging auf einmal voll ab. In späteren Tastings stellte sich heraus: der braucht schlicht und einfach mindestens ne halbe Stunde im Glas bevor er anfängt. Top Rum war das und ich hätte ihn fast verpasst. Seit dem ist mir sowas nie wieder passiert, jeder Rum bekommt von mir die Zeit, die er braucht. Das war mir eine Lehre!

Zu Appleton:

die Frage, ob das ein richtiger Jamaicaner ist, stellt sich im Grunde garnicht. Gibt es falsche Jamaicaner? Der Rum wird von Appleton/Wray & Nephew auf Jamaica hergestellt und selbst abgefüllt. Damit ist das ein Jamaicaner, so echt wie er nur sein kann. Bis Hampden wieder geöffnet wurde, war das sogar die einzige noch selbst abfüllende Destillerie der Insel.
Dass Appleton einen anderen Stil produziert steht auf einem anderen Blatt Papier. Das stimmt sicher, mit Long Pond, Monymusk, Worthy Park oder Hampden ist das nicht vergleichbar. Und zu Beginn meiner Leidenschaft für die Insel stellte ich Appleton auch leicht ins Abseits. Zu langweilig erschienen mir deren Rums im Vergleich zu den Rums der anderen Destillerien. Allerdings ist Appleton/Wray & Nephew einer der wenigen Originalabfüller von Rum, bei denen ich mir ziemlich sicher bin, dass sie ihren Rum lediglich blenden und nicht flavouren. Dem gebührt Respekt! Und inzwischen muss ich sagen, kann ich auf deren Stil auch von Zeit zu Zeit wieder sehr gut. Der 21er ist imho klar der beste, gefolgt vom 8er, dem 12er und dem V/X. Für Anfänger sind diese Rums im Grunde optimal, da man hier wenig falsch machen kann, sie schmeicheln mehr, als dass sie einen wirklich fordern.
Der hier verkostete Monymusk hat einen klar höheren Anspruch. Er fordert einen viel mehr. Er ist ungewöhnlich. Er ist großartig. Wem das too much ist, der sollte von Long Pond oder Hampden aber z.B. definitiv die Finger lassen und wirklich erstmal Richtung Appleton oder Coruba schielen.
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Raúl Sanchez » 22. Apr 2013, 21:26

Der hier verkostete Monymusk hat einen klar höheren Anspruch. Er fordert einen viel mehr. Er ist ungewöhnlich. Er ist großartig. Wem das too much ist, der sollte von Long Pond oder Hampden aber z.B. definitiv die Finger lassen und wirklich erstmal Richtung Appleton oder Coruba schielen.[/quote]

:up:
Danke TigaLina,das sind Knallharte Statements so wie ich sie mir wünsche! Woher soll man sonst wissen was da für krasses Zeug auf einen zukommt! :eek:
Meine Frage...Wie hat sich der Geschmack zu dieser Art Rum bei Dir entwickelt,war das wie eine Neuentdeckung oder hattest du von den anderen die Nase voll?

Gruß Raúl
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon TigaLina » 22. Apr 2013, 21:50

Meine ersten Rums waren auch noch einige gesüßte... gemixt hab ich aber früh mit Appleton V/X, der eben diese typische Jamaica Note hat. Das gefiel mir. Über den Mai Tai gelang ich dann in die Welt der Single Cask Jamaicaner. Stück für Stück probierte ich neues und mehr, so ziemlich alle rumproduzierenden Länder einmal durch. Bald langweilten mich die ganzen leichten, verwechselbaren Rums in spanischem Stil, einige so süß, dass es einem den Mund fast zugeklebt hat. Mich störte dann auch dieses künstliche, nachdem ich den Vergleich kannte. Seit dem gibt es bei mir nur noch echten, unverfälschten Rum, am liebsten von Jamaica, Barbados oder ganz selten auch Guyana oder Trinidad. Allerdings brachte selbst Kuba in letzter Zeit einige gute Rums hervor, die als Einzelfassabfüllung auf den Markt kamen.
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Raúl Sanchez » 22. Apr 2013, 22:08

Respekt!!! :up:
Das klingt voll nach Abenteuer,ich werde eines Tages eventuell sicherlich auch mal meinen Gewürzprüfer in so eine TastingRunde mit einbringen!
Man wächst ja mit seinen Aufgaben! ;)
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon phil-hh » 23. Apr 2013, 01:01

TigaLina hat geschrieben:
phil-hh hat geschrieben:Wenn einem ein Rum in der ersten Minute überhaupt nicht gefällt, dann wird der wohl in einer Stunde auch nicht besonders gefallen.


Ich muss deutlich widersprechen!

Ironischerweise hatte ich mein Extrem-Erlebnis dieser Art bei einem Monymusk Rum (Bristol Monymusk 25 YO (1976-2002)). Beim ersten Tasten fiel der Rum quasi durch. Ein Hauch von nichts guckte mich aus dem Glas an. Danke, der nächste bitte. Nach ner Stunde, das Glas hatte ich in der Zeit weg gestellt, wollte ich das Glas dann in die Küche in Richtung Ausguß bringen. Auf einmal hatte ich Rum in der Nase. Ich dachte, das wird doch wohl nicht das Glas hier sein?! Doch, es war das Glas und der Rum ging auf einmal voll ab. In späteren Tastings stellte sich heraus: der braucht schlicht und einfach mindestens ne halbe Stunde im Glas bevor er anfängt. Top Rum war das und ich hätte ihn fast verpasst. Seit dem ist mir sowas nie wieder passiert, jeder Rum bekommt von mir die Zeit, die er braucht. Das war mir eine Lehre!


Hatte mir vor ca. 3 Stunden den Rum Nation 23 Demerara in den Zaya Schwenker eingeschenkt und immer wieder nur dran gerochen oder im Glas geschwenkt.. und dann probiert:

Er ist jetzt viel milder :eek: , angenehme Süße, viel mehr als noch am Samstag :irre: , sehr würzig. Schmecke irgendwas in Richtung schwarzer Tee, leicht bitter aber angenehm, wieder die Holznote aber noch angenehm, am Ende vielleicht Karamell?!...

Mitlerer bis langer Abgang.... Habe das pelzige Holz Aroma noch nach 5 Minuten im Mund.

Mit dem Aroma im vollem als auch leeren Glas kann ich mich noch immer nicht recht anfreunden aber ich habe wirklich die Befürchtung das die Zeit pro Tasting vieeeel zu kurz war.

Es ist ein Rum, der erforscht werden will. Ja, kann mir das gut vorstellen :) Auf jeden Fall kein Rum für jeden Tag.

Eine Bewertung ist schwierig, da mir nur noch ca. 1,5cl zur Verfügung standen aber alle Achtung, der Rum hat was!


Werde das gleiche mal die Tage mit dem Monymusk machen... Bin gespannt.

Ohh Mann, vielleicht bin ich ja doch noch zu retten :D :lol:
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Susmiel » 23. Apr 2013, 07:06

...Laaaaaaannnd iiiiin Siiiiiiiichhhhht... :pirate_shocked: :pirate5: :love: :lol: :D
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Re: [Tasting-Notes] A. D. Rattray Monymusk 1986 Jamaika

Beitragvon Phadrix » 23. Apr 2013, 10:00

Zwei bis drei Stunden ist schon heftig. Da muss man ja den Rumgenuß richtig planen. Ich glaube dafür bin ich noch zu sehr Rookie und zu ungeduldig. :)

Ne halbe Stunde fällt mir schon schwer. Aber vermutlich trennt sich bei so einem Rum die Anfängerspreu vom Profiweizen ;)
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