Centenario 30 Anos Edición Limitada

Autor: DunklesKaramell
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Liebe Mitrumbegeisterte!

Erinnert Ihr Euch noch an mein Tasting des Zacapa 23 Sistema Solera? Der Waffenprofi meinte damals, mein Tasting sei zu euphemistisch gewesen, er meinte, wie ich denn, wenn ich den Zacapa derart loben würde, etwa einen Centenario 30 bewerten würde. Heute, lieber Henning, kannste das nachlesen, los geht´s! ;) Centenario ist ein ausgezeichneter Rum aus Costa Rica, der gerade bei den billigeren Exponaten zu den vermutlich mittlerweile meistgekauften Rums gehört, insb. der Fundaccion 20 Anos ist einer der Lieblinge der Massen, wobei man ihm Qualitätsverluste nachsagt, seit er nicht mehr im Ledersäckchen ankommt. Hier kenne ich die alte Qualität nicht, oder vielleicht die neue, ich hatte den als Sample aus dem Forum und hab keinen blassen Dunst, welche Ausführung das war, aber er war recht gut. Der 25er, den ich auch schon im Glas hatte, der überzeugte mich nicht so wirklich, ich fand den im Vergleich zum 20er nicht viel besser, aber sehen wir doch mal, wie sich das absolute Flaggschiff der Destllerie schlägt. Hier wurden die besten Fässer, übrigens Weißeichenfässer, nach Soleraverfahren ( höchstens ) 30 Jahre gereift, verblendet, um den Stolz von Centenario zu erschaffen.

Nase: Sehr schön süß und weich, erinnert an warmen Waldhonig und an meinen geliebten Straight from the Cask, wobei er weicher und gefälliger duftet, als jener. Seine Aromen sind dicht und verwoben, man muss sich Zeit mit ihm lassen. Geröstete, sehr ölige Nüsse, viellecht Cashew Nüsse, in die feine Holznoten gewoben sind, etwas ungesüßte Banane, und volle, satte Milchschokolade, ein Hauch Vanille. Etwas Rosinenaroma und etwas Pflaume könnte auf ein paar Sherryfässer hindeuten. Eine Pfanne mit Zuckerrohrsirup, in der man Nüsse röstet, könnte vielleicht so riechen. Ist ein Wohlfühl-Rum, wenn man sich mal ein großes Glas dekadente Leckerness gönnen möchte, dann ist das sicherlich der richtige Rum, kein Sprit, keine Ecken, keine Kanten, und wenn man ihn mal einen Abend trinkt, dann wird man auch nicht sagen, er sei nicht komplex. 10/10

Geschmack: süßer, öliger Waldhonig, nach ein paar Sekunden sanfte, fettige Nuss, Marzipan, alt schmeckt er, aber nicht holzig, sehr fein, sehr ausgewogen, tolle Sache! Je mehr ich an ihm nippe, desto mehr versinke ich in dieses tolle Nussaroma, welches diesen Rum in Mund und Nase auszeichnet, mal schmeckt man Haselnuss, mal Mandel, mal eher Paranuss, wirklich gut, und dazwischen seidiges, aber dennoch deutliches, leicht rauchiges Holz und Milchkaffee am Gaumen, mjam! :love: 10/10

Abgang: seidig und weich mit sehr eleganten Gaumenaromen, super! 10/ 10

Aftertaste: Nüsse, etwas Rauch, eine Spur Pfeffer ( aber keine Schärfe natürlich ), Muskat, etwas Nelke, etwas Kakao und Kaffee, jeah, das rockt! :up: 9/10

Trocknendes Glas: Pfeifentabak, Zedernholz, Harz, Kakaoplver, ganz leicht rauchig, sehr schön, kann man nicht meckern 9/10

Fazit: Ein ausgesprochen schöner und edler Rum, der sich mit 48/50 Punkten unter den Besten sehr gut behaupten kann. Die Komposition ist exquisit und mit diesem Rum hat man sich sicherlich viel Zeit gelassen und viele Mühen investiert, dass letztlich ein so schönes Endprodukt dabei herausgekommen ist. Wehmütig schaut man auf den Preis des guten Tropfens, der ja mitunter schon an die 150€ kostet. Ich selbst hätte ihn wohl nicht gekauft, aber da der liebe slotkiller ihn mir für einen derartigen Freundschaftspreis angeboten hat, sagte ich nicht nein. Und das wurde belohnt, ein toller Rum, besten Dank, mein Freund, ich werde ihn in Ehren halten und an Dich denken, wenn ich ihn trinke, auf Dich!

Wertung in Fässern: fass6

Gosling Family Reserve Old Rum

Autor: Waffenprofi
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Hier noch ein Tasting über den Gosling Family Reserve Old Rum. Ich habe den Rum längere Zeit nicht getrunken, kann ihn aber aufgrund meiner Notizen gut beschreiben. Die Flasche aus Bermuda (eine Champagnerflasche) kommt in 750 ml mit 40 %. Die Flasche ist mit einem Metallring verziert und kommt in einer aufwendigen Holzkiste.

Geruch: sofort schöne Würze und Süße die verstärkt sich noch, wenn man den Rum ca. 10 min. im Glas belässt. Holz, Tabak, Rosine, Vanille alles dabei! Ich meinte auch ein wenig Banane und Honig zu riechen. Sehr komplex…! Wenn der noch so schmeckt?! Der Rum sieht optisch aus, wie uralter Guyana! Dick und fett, Sirup und auch Kräuter! Klasse! Eigentlich fehlte nichts! Doch! Noch ein wenig intensiver hätte es sein können. Dezent paßt hier nicht! Daher 1,5 Punkte Abzug von der Bestnote!
Bewertung 8,5 von 10 Punkten

Geschmack: Das volle Programm! Zucker, Tabak, edel Holz, Röstaromen von Nüssen, mehrere Gewürznoten und viel Mandel machen den Rum zu einem wirklich tollen Erlebnis. Aromenwechsel hin und her, toll! Alles völlig super ausblanciert. Nicht zu süß, nicht zu würzig. Keine Kräuter das macht die Sache noch besser. Einfach klasse und edel! Das Ganze nicht zu weich. Es hätte ruhig noch ein wenig härter kommen können.
Bewertung: satte 9 von 10 Punkten

Nachklang: recht lang und intensiv, es verbleiben die Noten wie beim Geschmack, die sich dann langsam verabschieden. Sehr gut!
Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Aftertaste: Das Glas riecht nach Holz, Süße und Würze verschiendener Arten. Ein wenig Kräuter, das stört, aber nur ein wenig.
Bewertung: 9 von 10 Punkten

Gesamt: fass5

Gebe 5,5 von 6 Fässern, da wir keine “halben Fässer” haben konnte ich es nicht anders darstellen!

Ein Hammerrum! Bei Ebay würde ich sagen:” Immer wieder gern!” Die nunmehr verlangten ca. 70,– EUR pro Flasche lohnen alle mal!

Anmerkung: Dieser Rum wird auch im Buch von A. Schwarz erwähnt. Er vergleicht diesem Rum mit dem Black Seal. Für mich ist dieser tolle Rum nicht mit dem “Jägermeisterrum” Black Seal zu vergleichen! Da liegen Welten zwischen!

Cadenhead Green Label Guyana 10

Autor: Waffenprofi
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Hallo Rumgemeinde!

Vor einiger Zeit bekam ich eine Flasche des Cadenheads “Green Label” Guyana 10 Years in die Hand, welche nun gestern geöffnet und verkostet wurde. Teilweise konnte ich im Weltnetz Kommentare wie “gewohnheitsbedürftig” und “nicht so prahl” finden…
Ich möchte Euch meine Eindrücke nicht vorenthalten. Die Flasche 0,7 ltr. kommt von dem unabhängigen Abfüller nicht mit Farbstoffen versehen! Die verkorkte Flasche hat eine helle strohgelbe Farbe mit 46 % Alkohol. Der Melasserum ist ungefiltert und wird lediglich mit Wasser versetzt.

Geruch: Hm, erst dachte ich was ist denn das? Wasser? Doch dann leichte frische Zitrusaromen, sehr angenehm und dezent. Würze und ein wenig Vanillegeruch mit alkoholischer Note. Dann wieder frische… Super dezent und so habe ich das bei einem Guyanarum noch nicht gehabt. Ob mir das nun gut oder schlecht gefallen hat, kann ich nicht sagen…
Deshalb genau die Mitte: Bewertung: 5 von 10

Geschmack: Erst holzig dann eher Karamell und Vanille abgelöst durch diese typische Guyanarum-Würze, das alles ohne aufdringlich süß zu werden. Wieder Holznoten vermischt mit etwas bitterer Zitrus-Fruchtnote… die 46 % sind jederzeit präsent aber defintiv nicht störend! Ich meine beim trinken zu schmecken, das dieser Rum definitiv mit Wasser gestreckt wurde. Kann mir das aber auch einbilden. Im großen und ganzen trinkt sich der Rum mit seinen 46 % sehr süffig. Ganz klar Guyana… Allerdings habe ich auch keine Besonderheiten feststellen können. Ecken und Kanten gab es auch keine. Das Ganze geht so ein wenig in die “langweilige Nummer”, schade!
Bewertung: 4,5 von 10

Nachklang: Rucki Zucki hat er sich verabschiedet! Eine leichte Bitterkeit gepaart mit Guyanawürze verbleibt noch Weilchen, das ist aber nichts weltbewegendes mehr. Allerdings würde ich das in diesem speziellen Fall auch nicht unbedingt zum Nachteil des Rums auslegen. Er ist einfach zu trinken und bietet nicht unbedingt hoch komplexes. Für Einsteiger und Neulinge sicherlich gut geeignet!
Bewertung: 4,5 von 10 Punkten

Aftertaste: weich, rund, süß. Annehmbar und o.k.! Teils schön!
Bewertung: 7 von 10 Punkten

Gesamt: 3 Fässer

(gebe gerade noch 3 Fässer und da werden beide Augen fest bei zugedrückt!!!)

Für mich gerade noch ein Durchschnittsrum für Durchschnittstage zu einem leicht gehobenen Durchschnittspreis!

Durchschnittliche Grüße
Henning

RumCommunity Glas

Hallo Zusammen,
das Warten hat ein Ende. Die RumCommunity Gläser sind heute angekommen und sehen echt super aus.
Ab heute kann “mindestens” im doppelten Tempo verköstigt werden.

Ich habe dem Beitrag direkt mal einen Schnappschüsse angehängt. Sobald ich eine bessere Kamera in die Finger bekomme, lege ich noch ein paar nach. Aber ich denke das kann sich schon sehen lassen oder?

Weitere Informationen findet ihr im Forum:
http://www.rumcommunity.de/forum/viewtopic.php?f=67&t=560

Gruß,
Admiral

Monymusk Rum 1986 A.D. Rattray

Autor: Susmiel
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Hallo liebe RumCommunity,
hier will ich Euch meinen derzeitigen Liebling kurz vorstellen:

Artikel: Monymusk Rum 1986 A.D. Rattray
Land: Jamaika
Destille: Monymusk
Abfüller: A.D. Rattray
Alter: 25 Jahre
Destilliert: 08.06.1986
Abgefüllt: 28.09.2011
Fass: Barrel No. 10
Alkohol: 46 Vol.%
Farbe: Intensiv golden / nicht gefärbt und gefiltert !
Gesamtflaschenzahl: 295

Im Web gibt es auch einige Beschreibungen – aber hier nun meine Eindrücke:

Auge: Sehr schöne helle gelbgold Töne, lange feine ölige Schlieren mit grünen Reflexen am Glas

Nase: Jamaika-Ester, blumig (Blumen), ein Geruch wie: nach dem man eine mit Honig bestrichene Banane in einer heissen Pfanne herumgejagt hat ( fein, nicht zu süss) etwas alkoholische Schärfe und eigentlich keine Holznoten ( Nuss konnte ich nicht riechen… )

Nachtrag: Holztöne kommen erst nach ca. 15min hervor…

Mund: leichte Schärfe, meine liebe Honigbanane, auch wieder ( wenig ) süsslich und blumig, trocken und ganz leicht pelzig in der Backe ( 46% ? ), leichte Holznoten

Abgang: trocken, lang und immer noch meine liebe Honigbanane

Es lohnt sich, das Glas etwas voller zu machen, und mit viel Geduld immer wieder zu riechen, schmecken, trinken – je länger und wärmer im Glas, desto mehr “Leckerness”

Nach Hinzugabe von etwas stillem Wasser: noch intensivere Düfte nach Blumen, Gräsern und Honigbanane. Im Mund ist die Schärfe und das Pelzige verschwunden, mehr Holz und das andere wie bisher.

Für mich klare fass6

Ein toller leckerer Rum – hab’ mir grad noch ‘ne Flasche bestellt

Grüssle,
Susmiel

Neue Startseite

Hallo Zusammen,

wie Ihr sicherlich bemerkt habt, hat sich die Startseite ein wenig geändert. Aber keine Angst, dass Forum ist natürlich immer noch unverändert unter “Forum” in der Navigation oben zu erreichen. Oder direkt über www.rumcommunity.de/forum/

Die Umsetzung der Karte für die RumCommunity Mitglieder hatte mich auf eine Idee gebracht, daher habe ich mich die letzten Wochen an ein kleines Projekt gewagt. Sinn dieses Projektes soll sein, die Community bzw. die “Rum-Gemeinde” übersichtlicher zu gestaltet. Ich hoffe das sich hier nach und nach eine Karte entwickelt, welche allen Rumbegeisterten weiterhilft. Sei es um untereinander Treffen zu organisieren oder auch um interessante Shops oder Bars in der Umgebung zu finden.

Ich hoffe euch gefällt die Umsetzung. Da sich die Seite noch im Aufbau befindet bitte ich euch mich zu kontaktieren, wenn irgendetwas nicht funktioniert. Vielen Dank.

Da sicherlich Diskussionsbedarf besteht habe ich schonmal einen Thread im Forum gestartet:
+ Diskussions Thread besuchen

Bitte vorbeischauen!

Pyrat "Planter´s Gold"

Autor: DunklesKaramell
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Dieses Tasting ist eigentlich so eine Art Nachruf, denn, wie Ihr ja alle wisst, ist der gute Orangenkönig schon sehr lange kaum noch zu bekommen, und eigentlich ist es fast gemein, etwas so gutes zu verkosten, das kaum noch für erschwingliche Preise über die Auktionstheke geht. Aber ich sehe diesen Rum als das, was er ist, das Geschenk eines Freundes, und deswegen muss ich ihm natürlich ein Tasting widmen. Viel Hintergrundinformationen habe ich nicht, ich habe mal im Forum gelesen, er habe seinen Orangengschmack von alten Gran Marnier Fässern, des weiteren soll er ein Blend aus ca. 20 Jahre alten Rums aus der Karibik sein. Tja, und das war´s dann auch schon. Dann legen wir mal los. Bei Noge in Hamburg habe ich gesehen, dass der Rum sehr aromatisch ist, weswegen ich ihn mit einem kleinen Cognacschwenker ( Zaya-Glas ) verkoste.

Nase: Hmmmm , wie ich ihn in Erinnerung hatte, sehr natürliche , süße Orangenschale, die man auch in Richtung Passionsfrucht / Sandorn/ Aprikose interpretieren könnte, fruchtig, gute Süße. Unter all der Frucht liegt das feine Karamell dieses Rums, in welchem ich, was mir in Hamburg entgangen ist, auch Schokolade rieche. Ein leicht herber Akzent entpuppt sich schließlich als eine nette Eichenholznote. Der Rum hat ein wenig Zitrus, das an den Cask 1623 einnert, aber sonst riecht er ganz anders. Lässt man ihn ein wenig trocknen, dann hat man noch den zart-öligen Duft von Nüssen und etwas Muskat, seeeehr sehr geile Nase: 10/10 Punkten

Geschmack: Süß orangig, schlüssig zur Nase, rumtypische Karamellaromen, etwas Marzipan. Am Gaumen kommt dann herbe, fast leicht bittere Orange dazu, jedoch ist das sehr ausgewogen, bevor diese Tonic-Bitterkeit ( man könnte auch von englischer Orangenmarmelade reden ) zu arg wird, löst sie sich in öliger Orangensüße auf – fein! Dieser Geschmack ist hervorragend ausbalanciert, herb-süß, Orange-Karamell, tolle Sache, der Blender verstand sein Handwerk! 9/10 Punkten

Abgang: sehr kräftig mit eben diesen ausgewogenen und kontrastreichen Gaumenaromen, macht Spaß:9/10

Aftertaste: ölig, Karamell und Orange bleiben, die Süße ebenfalls spürbar, aber nicht zu viel, ein Hauch fettige Nuss, klasse! 10/10 Punkten

Trocknendes Glas: erst Orange mit Duftolz, etwas später getoastetes , warmes Duftholz mit etwas Rauch, und noch etwas später dann noch würziger und rauchiger mit etwas, das in Richtung Himbeeren und Kakao geht, ja, da geht echt die Post ab in diesem Glas, man sieht sich an einem ausgehenden Lagerfeuer sitzen, und in der Glut liegen die trocknenden Schalen von Orangen und Nüssen, und der duftende warme Rauch steigt auf, während die Gesichter durch die warme Glut ein sanftes Leuchten bekommen *schwärm* 10!

Fazit: Ein wirklich exemplarisch guter Rum aus vergangenen Zeiten, schön komplex, vor allem für die Nase, die hier sooo viel entdecken kann, aber auch im Geschmack klasse und mit 48/50 Punkten einer meiner Überflieger, für mich der Sieger auch vor dem Cask 1623 ( Geschmackssache ), was es vielleicht lohnend machen würde, sich lieber ihn zu ersteigern, als den superteuren Cask 1623 zu kaufen, ich hörte, er ginge bei e-bay teils für unter 90€ über den Tisch ( ist aber halt e-bay, wer weiß, ob man eine echte Flasche bekommt ) und ein Bekannter von mir, der diesen Bericht jetzt sicher auch liest, hat neulich dort ein Fläschchen erworben, wenn das auch etwas teurer war, aber lange nicht soooo teuer, wie der Cask, will sagen, ist nicht nur ein vergriffenes Sammlerstück, sondern ist auch geschmacklich sicherlich dem Orangenliebhaber einen Hunni wert und noch nicht ganz unmöglich zu bekommen ( und Nachricht an den Bekannten, mach Deine Flasche auf, du wirst es nicht bereuen ). Aber lange Rede, kurzer Sinn, der Rum ist phantastisch und ich danke an dieser Stelle noch einmal meinem lieben Freund Egon, der mir dieses großzügige Geschenk mit ins Schwabenland gegeben hat, ich werde ihn in Ehren halten und ihn oft und gewissenhaft trinken Sampleanfragen habe ich bislang immer abgelehnt, da ich ein Geschenk unter Freunden nicht weiterversamplen möchte. Allerdings habe ich meiner Freundin ein Gläschen abgegeben, und sie fand ihn ebenfalls sehr gut ( erste Reaktion: der schmeckt ja wie Fanta!! ).

fass6

Rum J.Bally Vieux Agricole

Autor: Waffenprofi
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Schon mehrfach hatte ich die Argiköööl J. Bally “Vieux” in meinen Sortiment. Heute nun das Tasting. Es handelt sich dabei um die identische 45 % Alk. Version wie bei der 3er Pyramide, welche mit ca. 10,– EUR Aufpreis gehandelt wird.

J. Bally Vieux
45 % Alk.
Herkunft: Martinique
Alter: 3 J.

Geruch: dezente Frucht (Dattel, Feigen und viel Apfel) gepaart mit ein wenig Süße und Zimt, Vanillenoten. Eher unaufdringlich. Ein so “typischer” Argiköööl Geruch. Ebenfalls durchzieht sich in der Nase ein leichte Schärfe. Das ist aber nicht unangenehm.
Bewertung: 7 von 10

Geschmack: sofort ist Frucht (dezent Apfel, Feigen) präsent, ich schmecke Zimt aber auch ein wenig Vanille. Die Süße hält sich zurück. Im großen und ganzen hat man den Eindruck der Rum hat keine 45 % Alk. So leicht schmeckt er. Die Süße wird dann etwas mehr, wird aber dann durch die Alk.-Schärfe etwas verdrängt. Dennoch kann man diesen 3jährigen Rum erstaunlich gut pur genießen. Die Komplexität hält sich jedoch in Grenzen!
Bewertung: 6 von 10

Nachklang: Etwas bitter, aber auch nicht groß störend. Die vorstehenden Noten verschwinden relativ schnell und schon hat sich der Rum verabschiedet. Für mein dafürhalten leider etwas zu schnell daher nur 4 von 10 Punkten.

Gesamtbewertung: fass3

unter Berücksichtigung des Preises dennoch fass4

Für unter bzw. bis 30,– EUR erhält man eine Argicole die Spaß macht und sich wie gesagt erstaunlich gut pur trinken läßt. Und für das bekannt hohe Preisgefüge für Rums aus Martinique eher günstig! Auch Anfänger kommen auf Ihre Kosten. Sehr gut als Aperitif geeignet! Es gibt angeblich noch eine Version mit 42 % ebenfalls als Vieux. Werde darüber berichten, sobald ich etwas darüber weiß.

Ron Calavera 1492

Autor: DunklesKaramell
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Liebe Rumgemeinde!

Unlängst wanderte im Rahmen einer Flaschenteilung ein 10cl Sample Ron Calavera 1492 in meinen Besitz, welchen ich gestern mal verkostet habe. Wie in dem damaligen Beitrag von DRF zu lesen war, handelt es sich um einen mit 49Vol% abgefüllten Rum aus der Dominikanischen Republik, ein Blend, der 3-30 jährige Rums enthalten soll, und das von angeblich supertollen Rumsorten, die schon gar nicht mehr erhältlich sind……….na ja, hat mir damals schon zu denken gegeben, da ich nicht der Fan von “Tante Paula´s Resteeimer” bin, aber sei´s drum, die Neugierde hat gesiegt und ich habe mich an der Flaschenteilung beteiligt. Phil-hh war so nett, mir zu empfehlen, nachdem er ihn gekostet hatte, doch statt 20cl nur 10 zu nehmen – sehr nett von Dir, Philipp!

Nase: Sehr spritig, weswegen ich ihn in einen Cogancschwenker gefüllt habe und ihn erst mal 30 Minuten atmen ließ. Auch nach dieser Zeit hatte er allerdings leider noch immer eine recht scharfe, kantige Nase, der hohe Alkoholgehalt steht ihm offensichtlich nicht gut zu Gesicht, und man darf hier zu Recht bezweifeln, dass er wahnsinnig alte Rums enthält…….. :/
Ich kann Holz riechen, recht trocken und kantig, da ist jede Menge Sprit und etwas Zitrus, und irgendwo etwas Vanille / Karamell im Hintergrund, aber weit im Hintergrund………….ich assoziiere eher kurze Zeit im Fass gewesene Obstbrände in Richtung Kirschwasser oder Birnenbrand, eine der schlechtesten Nasen, die ich jemals hatte, 2/10 Punkten. :ekel:

Geschmack: ich hatte schon etwas Sorge nach dieser Nase, was mich da wohl erwarten würde, und er ist wirklich so, wie die Nase befürchten lässt – grottenschlecht. Brennt ziemlich, wenig Aroma, kräftig im Alkohol und dünn im Geschmack, das Holz findet sich wieder und etwas von den Fruchtaromen, so in Richtung Birne, oouuuuuuh! Übel! :ekel: 2/10 Punkten

Abgang: Feurig und erst mal echt unangenehm am Gaumen, 3/10 Punkten

Aftertaste: Ist vermutlich das Beste an diesem Rum, es kommt nach ein paar Sekunden eine ordentliche Nussigkeit, die, wenn der Rest nicht so eine Katastrophe wäre, vielleicht ganz schön wäre 5/10 Punkten

Trocknendes Glas: Erinnert mich an Williams Christ oder Kirschwasser, da ist dieses kantige Holz wieder, vielleicht etwas in Richtung Mon Cheri, bleibt unheimlich lang schnapsig und in seinen sonstigen Aromen dünn, meine Freundin meinte, er riecht nach Isopropanol, furchtbar, Ihr wisst, ich liebe das trocknende Glas und vergebe da meist die höchsten Punktzahlen, aber hier – grauenhaft 1/10 Punkten :ekel: :down:

Fazit: Ist die schlimmste denkbare Version von “Tante Paula´s Resteeimer” und ich möchte vor diesem Horrorkonstrukt ausdrücklich warnen, diesen Verschnitt von Rumausschuss schlägt jeder 7jährige Rum locker, eine Schande für die DomRep-Rums, ich bin mir nicht mal sicher, ob der besser ist, als die Fehlabfüllungen des Diplomatico Reserva Exclusiva, und das will was heißen :pirate_censored: Im Gesamtergebnis 13/50 Punkten, verheerend…….

In Fässern: fass2

Punta Cana Club Tesoro

Autor: Philipp
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Revison: Neuer Tag – Neues Glas – Neues Glück?

unten steht noch mein ursprüngliches Tasting. Ich muss mich ein wenig korrigieren, nachdem ich jetzt den Rum ein weiteres mal verköstigt habe.
Wer besitzer eines Zaya-Tumblers ist, kann meinen Versuch gerne reproduzieren. Ich habe heute den Rum aus einem normalen Trinkglas getrunken, das nach keine konische bzw. nach oben geschlossene Form aufweist. Am Rum gerochen und keine sprittige Note gerochen. Das ganze umgekippt in den Zaya-Tumbler und es roch sprittig(er). Sorry, aber ich habe nicht gedacht, dass das Glas so einen Unterschied ausmachen kann. Bin eines Besseren belehrt und gelobe bei meinem nächsten Tasting diverse Gläser auszuprobieren. Spätestens, wenn die genormten rumcommunity-Gläser am Start sind (?!)  wird alles gut.

Der Geschmack hat sich nicht geändert – hier war ja die Sprittigkeit nicht mehr das vordergründige Thema. Ich bleibe aber dabei, dass z. B. ein Diplomatico RE mit 40 % weniger Alkbrennen im Mund verursacht wie die 38 % vom PCC Tesoro. – Jetzt keine Schnappatmung bekommen, der Rum bleibt trotzdem süffig und super trinkbar!

Habe meine “Im Glas”-Wertung von 6 auf 8 aus 10 Punkten korrigiert und das Kommentar zur Sprittigkeit eingeklammert.

——–

Hallo Freunde! Es ist mir ja schon fast peinlich hier darüber zu sprechen, aber ich bin noch Jungfrau. Rumtasting-Jungfrau. Daher geht nicht zu hart mit mir in´s Gericht – Es ist mein erstes mal und es war schon so hart genug  So genug der schlechten Witze. Hier meine Tastingnotiz zum Punta Cana Club Tesoro.

(Ich werde nicht´s zur Geschichte des Rums schreiben, da ich hier auf dieses Internet verweisen möchte.)

Im Glas (Tumbler):
Der Rum hat eine schöne rotgoldene Färbung und läuft in vielen dünnen Schlieren die Glaswand nach dem Schwenken runter. Sieht schon mal ansprechend aus. Der Geruch ist direkt nach dem Einschenken noch ein wenig sprittig, daher lasse ich dem edlen Trunk aus der wirklich hübschen Flasche noch ein paar Minuten Zeit Dampf abzulassen.
….3, 2, 1 und weiter….
Der Geruch: geriebene Orangenschale, leichtes Karamell, Vanille, ganz leichtes Holz. Eine schöne Komposition (die aber leider durch den anhaltenden sprittigen Dampf ein wenig geärgert wird, aber) im Großen und Ganzen gebe ich
8 von 10 Punkten.

Geschmack:
Orange, Kaffee, Karamell und schon im Mund fängt das Pulver an zu zünden; Ich spüre die 38 % leider ein wenig zu deutlich. Aber der Geschmack ist nicht langweilig, sondern spannend. Denn da ist etwas, dass sich im ersten Moment nicht ganz einordnen lässt – Ein wenig erdig – nicht das erdig das man aus der Spielplatzzeit nach dem Toben im Dreck geschmeckt hat, sondern hier flötet die Whiskeyfee leise, aber dennoch hörbare Töne. Ich bin da kein Experte, aber es schmeckt
Von mir gibt’s 50 von 70 Punkten.

Aftertaste:
Orange, Kaffee, Karamell und ja, mild!
….
½ Minute: Aromen sind immer noch schön am Start. Toll!
….
1 Minute: die Aromen kann ich jetzt nicht mehr sondieren, aber ganz
verflogen sind sie noch nicht!
13 von 20 Punkten

Summa Summarum: 71 von 100 Punkten

In Fässern fass4