Rum ist nicht gleich Rum

Am Anfang stand “rumbullion”, ein englisches, umgangssprachliches Wort für Aufruhr, Aufstand, Rebellion. Ohne diese “Rebellion” wäre so mancher Spirituosenliebhaber eine ganze Spur unglücklicher! Der Rum wird im Allgemeinen aus Melasse, einem dunkelbraunen Zuckersirup, hergestellt. Recht selten wird die Melasse durch frischen Zuckerrohrsaft ersetzt. Schon vage im ausgehenden Mittelalter durch den Kontakt mit den Arabern bekannt, rückte der Rum erst durch die Entdeckung Amerikas und die Einführung der Zuckerrohrpflanze durch Christoph Kolumbus in der Karibik in den Fokus der Europäer. In der Karibik waren die optimalen Bedingungen für den Anbau gegeben. Um 1650 ist die erste urkundliche Erwähnung des Rums nachzuweisen. Doch, wenn der Zuckerrohrschnaps solch einen historischen Weg hinter sich hat, stellt sich die Frage, was unterscheidet einen guten von einem schlechten Rum?

Guter Rum, schlechter Rum
Rum ist nicht gleich Rum. Eine Besonderheit stellt die Regelung dar, dass eine Spirituose, welche aus 5 Prozent echtem Rum besteht, den Namen “Echter Rum” tragen darf. Die weiteren Inhaltsstoffe eines solchen Verschnittes sind Wasser und Agraralkohol. Dieser auch oft “Überseerum” genannt und ist kaum zum Trinken geeignet, besonders deshalb, weil die positiven Eigenschaften des Rums in Hinblick auf den Geschmack, den Geruch und die Farbe aufgrund des Mischverhältnisses völlig nebensächlich werden. So sind die meisten Rumsorten, welche gerade in Discountern angeboten werden, allesamt nicht zu empfehlen. Deutsche Frontetiketten deuten somit meist auf einen Verschnitt hin, nicht alle Mischrummarken sind unbedingt günstiger als die importierten Sorten.

Guter Rum – Ein einheitliches Getränk?
Aber auch bei diesen gibt es gravierende Unterschiede. Ein Cachaca ist eine Spirituose, welche ganz anders hergestellt wird, im Volksmund jedoch einfach Rum genannt wird. Die klassischen, aus Melasse hergestellten Rumsorten werden in drei unterschiedliche Qualitätsklassen unterteilt. Dies heißt aber nicht, dass ein Rum aus der ersten Güteklasse unbedingt schlechter oder besser ist als eine Spirituose aus einer der beiden anderen Kategorien. Der Rum blanc, der weiße Rum wir mindestens drei Monate gelagert, wobei er meist in Edelstahlfässern ruht, damit er sich homogenisieren und Sauerstoff aufnehmen kann. Mindestens ein Jahr in Eichenfässern muss der Rum ambré, der braune Rum, lagern, damit sich die Aromenstoffe, wie auch der Farbton bilden kann. Diese Rumsorten sind intensiver in ihrer Geschmacks- und Geruchsnote. Am aromatischsten sind die Rumsorten, welche mindestens drei Jahre in Eichenfässern gelagert wurden. Diese werden in unterschiedlichen Kategorien angeboten und gerne auch als “alter Rum” bezeichnet. Hinzuzufügen ist, dass die Lagerungsjahre nicht vergleichbar sind mit denen des Cognacs oder des Whiskeys, da die Lagerung nicht in einem ähnlichen Milieu geschieht, die Temperaturen der Rumspeicherung sind bedeutend höher und damit ist der “Alterungsprozess” mindestens mit dem Faktor Zwei zu berechnen, wenn es überhaupt Sinn macht, einen Rum mit einer anderen Spirituose zu vergleichen.

Was ist nun ein guter Rum?
Wie bei vielen hochprozentigen Getränken ist auch beim Rum immer eine Balance zwischen Preis und Güte des Produkts zu finden. Ebenso ist es auch wichtig zu bedenken, ob man einen Alkohol zum Mischen sucht oder zum puren Genuss. In der bezahlbaren Königsklasse bewegt sich z. B. der Ron Zacapa aus Guatemala. Ein Havanna Club wäre eines der diversen und idealen “Einsteigermodelle”.

"Rum-Exoten"

Rum….. welche Bilder gehen einem bei diesem Wort als erstes durch den Kopf? Klar: Weißer Sand, Palmen, azurblaues Wasser, sonniges Wetter, gutgelaunte Menschen, Cocktails… Also vorwiegend Dinge und Orte, die man in der Karibik oder auf Südseeinseln findet. Ein Großteil des weltweit produzierten Rums kommt ja auch von dort. Das hat natürlich mit dem primären Rohstoff von Rum zu tun, dem Zuckerrohr, welches ja ein beständig subtropisches Klima braucht , um ordentlich zu gedeihen. Nun gibt es neben den bekannten Rum-Nationen wie Kuba, Jamaika usw. noch eine ganze Reihe von Ländern, die man zwar nicht auf Anhieb mit der Rumproduktion in Verbindung bringt, die aber die klimatischen Voraussetzungen für eine reiche Zuckerrohrernte erfüllen. Und auch in Ländern fernab des tropischen Wendekreises wird mitunter Rum produziert, oft an Orten, wo man so etwas überhaupt nicht vermutet hätte. Von diese “Exoten” unter den Rums handelt dieser Beitrag.

Anfangen möchte ich mit einem Land, das von Haus aus durch seine langjährige politische Isolation im Westen noch weitestgehend unbekannt ist, das sich aber seit einigen Jahren mehr und mehr öffnet und momentan in einer unglaublich intensiven Phase des Wandels und des Umbruchs ist: Burma, oder “Myanmar”, wie es nun offiziell heißt.

Das Land liegt im Uhrzeigersinn eingerahmt vom Golf von Bengalen, Bangladesch, Indien, der Volksrepublik China, Laos und Thailand sowie dem andamanischen Meer. Es liegt etwa auf denselben Breitengraden wie die karibischen Inseln. Durch die große Nord – Süd – Ausdehnung vom Himalaya bis zu den tropischen Gewässern der Andamanensee finden sich dort sehr viele Klimazonen, vor allem subtropisch- feuchtwarmes Klima, also ideale Voraussetzungen für das Wachstum von Zuckerrohr. Dieses wird auch in weiten Teilen des Landes angebaut; meist wird es zu Rohrzucker verarbeitet oder am Straßenrand verkauft, wo es durch handbetriebene Pressen gedrückt und der gewonnene Zuckersaft in Plastikbeutel abgepackt wird.

Man wird jedoch auch recht bald neben dem fast übermächtig beworbenen Grand Royal Whisky das erste Werbeschild für Mandalay Rum zu Gesicht bekommen. Alle Rumsorten unter dem Label “Mandalay Rum” werden zwar von unterschiedlichen Destillerien (Mandalay Destillerie, Zay Ya Waddy Destillerie) hergestellt, aber alle von der Victory Myanmar Group” vertrieben. Auch Gin und Brandy sind im Programm.

Meist bekommt man in den Straßenküchen und Läden, über denen das Werbeschild prangt, den Standard-Rum. Er wird in einer quadratisch-eckigen Flasche mit schräg verlaufendem roten Etikett angeboten, die der Aufmachung eines berühmten Whiskys verdächtig ähnlich sehen. Der Rum wird von der  Mandalay Destillerie gebrannt und gelagert. Die Geschichte reicht angeblich bis zur britischen Kolonialzeit zurück, als Gründungsjahr wird 1886 angegeben. Gelagert wird der Rum ein Jahr, entsprechend scharf und kantig schmeckt der dann auch, ein detailliertes Tasting ist bei diesem Feuerwasser nicht nötig. Zum Pur – Trinken ist er eher für härtere Naturen geeignet, ansonsten eher zum Mixen empfohlen

Den hier vorgestellten 12 jährigen Rum findet man deutlich seltener, auf dem Land so gut wie gar nicht (weil er für die Bevölkerung einfach zu teuer ist). Ich habe ihn nur in einer Bar in Yangon gesehen. Die Flasche habe ich am Flughafen gekauft, dort ist er für günstige 8 Dollar zu haben (das Doppelte des normalen Rums). Durch den für Burmesen hohen Preis und die Seltenheit ist das Zielpublikum eindeutig die wohlhabende Oberschicht Burmas sowie Touristen. Auch dieser Rum wird von der  Mandalay Destillerie gebrannt, geblendet, gelagert und abgefüllt und trägt die Zusatzbezeichnung “Extra Special” . Er wird mit 43% Vol.  in 680ml Flaschen angeboten, auch diese sind quadratisch und ähnlich gelabelt wie der Standard – Rum, nur dass die Etiketten statt in hellrot nun in einem glänzenden Purpur – bordeauxrot daherkommen. Sowohl Herstellung als auch Lagerung laufen laut Brennerei zu 100% natürlich ohne künstliche Zusätze ab (was nur schwer nachprüfbar ist).

Aber genug der trockenen Fakten, kommen wir zum Rum:

Farbe:

Im Glas zeigt sich der Rum ockerfarben und sehr hell für einen 12 Jahre gelagerten Rum, was die Behauptung untermauert, der Rum sei ohne Zusätze produziert.

Blume:

In der Nase ist als Erstes Kokosfett wahrnehmbar, dann der Geruch von frischem nassen Holz, es schleicht sich ein leicht chemisch wachsiges  Aroma dazu, im Hintergrund meint man, Muskat zu riechen. Die klassischen Rumaromen sucht man lange vergebens, erst nach einer Weile kommt ein wenig Karamell durch. Der Rum hat eine Aromenpalette, die ich so bisher noch nicht in der Nase hatte.

Geschmack:

Der Geschmack setzt da an, wo die Nase aufgehört hat:  Der Rum ist für seine 12 Jahre noch recht stichig, die Süße ist minimal, sehr bald zeigt sich ein leichtes Bitteraroma. Auch jetzt kommen ein paar kunststoffartige Nuancen durch, die ebenfalls wachsig und Politur-artig daherkommen. Das “frische Holz” ist ebenfalls präsent. Insgesamt ist das Aromenspektrum nicht allzu komplex und sehr geradlinig.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Rum eine ganz eigene Charakteristik hat. Die Aromen sind recht ungewöhnlich und zum Teil ziemlich dominierend. Man hat den Eindruck, dass die Entwicklung lange gealterter Rums hier noch in den Kinderschuhen steckt und dass für die Lagerung auf relativ frische Fässer zurückgegriffen wurde.  Der Grundstoff, also das Zuckerrohr ist sicher gut, die klimatischen Bedingungen könnten ja besser nicht sein. Die Frage ist, wie die Rohstoffe geerntet und weiterverarbeitet werden und wie der Brenn  – und Lagerungsprozess aussieht. Hierüber finden sich momentan leider nur sehr spärliche Informationen. Aber  wenn sich die Rumkultur ebenso rasant weiterentwickelt, wie der Rest des Landes, darf man gespannt sein, was da in Zukunft noch aus dem “goldenen Land” an Überraschungen kommt.

Rezept - Rum Kandis

Liebe Rum-Freunde,

ich habe ein weiteres tolles Rezept zum Thema Rum entdeckt. Auch dieses passt perfekt zur kalten ungemütlichen Jahreszeit und ich hoffe ich kann euch diese damit versüßen. So zeige ich euch heute wieder mit Hilfe einer kleinen Fotostrecke die Herstellung von Rum-Kandiszucker. Dieser eignet sich besonders gut zum Süßen eures Tees und verleiht diesem eine Geschmacksnote der besonderen Art.  Auch zum verfeinern eurer Desserts eignet sich der Rum-Kandiszucker hervorragend.

Alles was ihr braucht ist braunen Kandiszucker, ein Schraubglas und im Idealfall einen leckeren Jamaica Rum. Ich habe hier meinen Kandis mit dem Zacapa 15Y zubereitet und das hat auch wunderbar geklappt ;)

Das Schraubglas wird komplett mit Kandiszucker aufgefüllt und anschließend der Rum eingegossen bis alle Kandiszucker-Würfel bedeckt sind. Nun ist es wichtig das Glas gut zu verschließen und für 1 bis maximal 4 Wochen stehen zu lassen. Mit der Zeit wird der Kandiszucker etwas an Größe verlieren (ca. 1/3). Da dieser aber wirklich äußerst lecker ist, wird er schnell aufgebraucht sein bevor er sich komplett aufgelöst hat. Um den Auflöseprozess zu verlangsamen könnt ihr auch vorab bereits ein paar Teelöffel Zucker im Rum auflösen und danach erst den Kandis hinzugeben.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Rum und Musik (Teil 1)

Schon die Piraten sangen Lieder über den guten alten Rum. Musik und Rum harmonieren perfekt – warum also nicht ein Artikel zum Thema?!

Hier eine kleine Auswahl an Songs:

(Klickt einfach auf den den entsprechenden Titel um euch das Lied bei Youtube anzuhören)

1. Der Seemanns-Klassiker schlechthin – bekannt unter anderem aus der „Schatzinsel“, „Pippi Langstrumpf“ und vielen anderen Piratenfilmen:

 “Fifteen Men on the Dead Man’s Chest (and a Bottle of Rum)” (Seemannslied)

2. Eine besonders ursprüngliche Version des bekannten Hits “Rum and Coca Cola” von Lord Invader aus Trinidad:

“Rum and Coca Cola”– Lord Invader (Calypso)

3. Ebenfalls ein sehr eingängiger Song von Lord Invader:

“Drink a Rum”– Lord Invader (Calypso)

4. Noch eine Calypso beziehungsweise Mento Nummer:

„Rum And Coconut Water” – The Jamaican Calypsonians with vocals by Hubert Porter  (Calypso)

5. Wer auf lateinamerikanische Rhythmen steht sollte sich diese Nummer nicht entgehen lassen:

„Tabaco Y Ron“– Rodolfo Aicardi y Típica (Cumbia)

Zum Ende möchte ich auf zwei recht aktuelle Hits aus der Karibik aufmerksam machen. In der auf jamaikanischen Partys verbreiteten Dancehall Musik gibt es häufig Anspielungen zum Thema Alkohol, dabei liegt Hennessy Cognac voll im Trend doch auch dem Rum wird des Öfteren gehuldigt. Der selbsternannte „König der Dancehall“  Beenie Man hatte im letzten Jahr zusammen mit dem, stets im „Drunken Style“ agierenden Future Fambo, einen großen Hit mit einer Hymne an die beliebte Kombination aus Rum und Redbull. (hier zu hören)
Auch auf den Inseln Trinidad und Tobago wird am laufenden Band Musik produziert und die dortige Soca-Musik, die vor allem zum Karneval gespielt wird, handelt eigentlich ausschließlich vom Feiern und Rum Trinken. Eines meiner liebsten Beispiele gibt es hier zu hören.

Ein Diktator aus Kolumbien

Hallo RumCommunity!

Auch ich bin neu in der Crew und werde euch in Zukunft mit frischen Artikeln über unser Lieblingsgetränk Rum versorgen.

In meinem ersten Beitrag hier in der Community möchte ich euch den 12jährigen „Dictador“-Rum aus Kolumbien vorstellen.

Mein lokaler Rumdealer hatte mir von diesem Rum schon oft vorgeschwärmt und da er eigentlich passionierter Wiskeytrinker ist, dachte ich mir dieser Rum könnte die Verkostung wert sein.

Schon die ansprechend gestaltete Kartonage macht einen guten ersten Eindruck und auch das Design ist äußerst ansprechend.  Laut Hersteller  werden bei dieser Marke europäisches Marketing, mit japanischem Flaschendesign und kolumbianischem Rum vereint.  

Ich finde die äußere Erscheinung des “Diktators” äußerst gelungen, wobei  die schwarze Flasche in Verbindung mit dem Markenschriftzug im „Gothic“-Font schon sehr gewöhnungsbedürftig daher kommt.  Außerdem hat man durch das dunkle Glas leider keinerlei Anhaltspunkt auf den Füllstand der Flasche, was bei allzu trinkfreudigen Runden schnell zu einem unerwarteten Ende des Trinkgenusses führen kann. Ein weiterer Kritikpunkt der mir aufgefallen ist – der Korken sitzt äußerst fest im Flaschenhals – allerdings stört dieser Punkt für mich den positiven Gesamteindruck der Verpackung und Flasche keineswegs. Man merkt, dass bei der Präsentation dieses Rums viel Wert auf ein treffendes Marketingkonzept gelegt wird und die moderne Umsetzung auch auf ein junges Publikum abzielt. Dabei ist der „Dictador“-Rum eindeutig im Premiumsegment anzusiedeln und die 12jährige Variante ist zwischen 30 – 40 Euro im Handel erhältlich.

Neben dem 12jährigen gibt es auch noch weitere Abfüllungen doch in diesem Beitrag soll sich zunächst alles um die „jüngste“ Variante drehen.

Auf der Homepage des Herstellers sind einige Werbevideos zu sehen, in denen der Rum im schicken Hochglanz-Look mit leichtbekleideten Damen und einem überzeugend auftretendem Herrn am Schreibtisch präsentiert wir. Dieser Werbeauftritt wirkt wirklich hip, edel und sexy – was die Protagonisten in ihrem Fantasielabor jedoch treiben erschließt sich mir jedenfalls nicht.
Die gesamte Präsentation der Marke und das Design sind wohl Geschmackssache. Für mich kommt der „Dictador“ aber mit einem stimmigen Konzept daher und die Verpackung macht Lust auf den Inhalt.

Der Rum stammt aus der traditionsreichen kolumbianischen Destilería Colombiana in Cartagena de Indias von 1913. Die Wurzeln der Destille reichen jedoch noch weiter in die Vergangenheit und der Name des Rums soll von einem Vorfahr des Gründers stammen welcher wegen seines energischen und selbstsicheren Auftretens „Dictador“ genannt wurde.

In der Flasche des „Diktators“ befindet sich ein Solera Rum aus Melasse. Destilliert wird mit moderner Technologie in einem kontinuierlichen Destillationsverfahren mit Apparaten aus Edelstahl.

Sobald der Korken geöffnet wird und das erste Glas eingeschänkt wird, verströmt der Rum seinen einzigartigen Duft. Bei warmer Umgebungstemperatur kann man die Nase schon fast als aufdringlich bezeichnen, jedoch mag ich Rum der bereits früh seinen Charakter zeigt.
Im Glas zeigt sich der Tropfen mit Tönen von hellem Kupfer beziehungsweise einem Bernsteinton mit leichter rötlicher Färbung.

Nase:

Kräftig, süß aber harmonisch. Brauner Zucker, Toffee, Zimt, Vanille und ein wenig in die Richtung gebrannte Mandeln. Fruchtige Süße begleitet von einem feinen Eichentouch. Nach einer Weile stellt sich ein starkes Walnussaroma ein. Bei meiner Verkostung in der warmen Stube duftete das gesamte Zimmer nach Walnüssen.

Geschmack:

Sehr komplex und „wuchtig“. Ein wenig cremig mit einer feinen Süße und einer Fruchtnote von Kirschen. Dabei ein Hauch Nougat, Honig, Kakao und gerösteten Nüssen (Walnussaroma).
Definitiv zu empfehlen!

Abgang:

Angenehm rund mit starken Eichentönen.

Nachklang:

Äußerst angenehmer und langer, rauchiger Nachklang mit eindeutigen Fassnoten.

Fazit:

Dieser Rum ist die Verkostung eindeutig wert und ich bin schon auf die anderen „Diktatoren“ gespannt. Als nächstes werde ich den 20jährigen testen.

Rezept - Rumkugeln selbstgemacht

Hallo liebe Rum-Freunde,

ich bin die neue Schiffsköchin und gerade ganz frisch an Bord gegangen. Ich werde Euch ab heute regelmäßig mit leckeren Back- und Kochrezepten versorgen. Selbstverständlich werden alle meine Rezepte unsere Lieblingszutat Rum beinhalten ;) Langsam aber sicher rückt Weihnachten immer näher und auch ich stecke schon voll in den Vorbereitungen für das große Fest. Dieses Jahr habe ich mir überlegt kleine, natürlich selbst gemachte, Leckereien aus der Küche zu verschenken. Falls auch ihr noch auf der Suche nach kleinen Geschenkideen seid, könnt ihr euch gerne von meinen Kreationen inspirieren lassen.

Heute werde ich mich der Herstellung von leckeren Rumkugeln widmen. Denn wer liebt diese kleinen Pralinen nicht? Da ich euch gerne an meinen Vorbereitungen teilhaben lassen möchte habe ich eine Fotostrecke über die Vorbereitungen vom Anrühren des Teiges, bis zu den fertigen Rumkugeln zusammengestellt. Hier findet ihr die Zutatenliste und eine kurze Beschreibung zur Zubereitung :)

Zutaten

  • 100g Butter
  • 100g Puderzucker
  • 200g Schokolade Vollmilch
  • 100g Schokolade, Zartherb
  • 4 EL Eures Lieblingsrums
  • Eine Schale Schokostreusel

Zubereitung

Als erstes rührt ihr die Butter sehr schaumig, um anschließend den Puderzucker durch ein Sieb dazu zu gegeben. Nun wird die Schokolade in einen kleinen Topf gelegt, welcher in einem heissen Wasserbad steht. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, könnte ihr diese und euren Lieblingsrum langsam in die vorher angerührte Masse gießen. Damit sich der Teig gut zu Kugeln formen lässt wird dieser für eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Nun habt ihr erstmal Pause und Zeit für ein genüssliches Glas Rum ;) Nach dem Ruhen des Teiges werden die Hände unter kaltes Wasser gehalten, so fängt der Teig nicht zu schnell an zu schmilzen. Mit Hilfe eines kleinen Löffels und euren Händen könnt ihr nun kleine Kugeln formen. Zum Schluss wälzt ihr die noch “nackten” Kugeln durch die Schokostreusel. Nun sind die kleinen Leckerbissen auch schon fast fertig. Bevor ihr diese verpacken oder selber verputzen könnt, müssen diese wieder für eine Stunde in den Kühlschrank. Je nach Bedarf kann hier das Glas Rum auch gerne wieder aufgefüllt werden um die Wartezeit erträglicher zu machen.

Viel Spaß beim Verschenken!